Streuobstwiesen

Das Projekt „Aktion Streuobstwiese“

Man kann sich es kaum vorstellen wie vor ca. 100 – 150 Jahren die Region zwischen Hoch-Weisel, Ostheim, Nieder-Weisel und Butzbach ausgesehen haben mag. Voll mit Obstbäumen aller Art. Heute kann man in Hoch-Weisel noch einen Bruchteil der damaligen Obstwiesen erleben. Nach dem 2. Weltkrieg sind große Teile der Streuobstwiesen für Neubaugebiete geopfert worden.

Nur einige wenige Eigentümer kümmern sich heute noch um die Bäume und Wiesen. Viele Bäume sind 50 um mehr Jahre alt, und somit in Ihrem letzten Lebensabschnitt. Ohne eine Initiative wird es in ca, 10 – 20 Jahren keine Streuobstwiesen mehr geben. Hier möchte der Heimatverein mit seinem Projekt „Aktion Streuobstwiese“ ansetzen.
Das wichtigste Ziel des Projektes ist es, die Bestände an alten Bäumen durch Pflegemaßnahmen so gut wie möglich zu erhalten und den überalterten Bestand durch Neupflanzungen zu verjüngen. Die Kulturlandschaft Streuobstwiesen sind einst prägend für diese Region gewesen und kann nur durch Nutzung erhalten werden. So stellt die Erhaltung der heimischen Obstsorten mit ihren vielfältigen Geschmacksrichtungen nicht nur kulinarisch eine Besonderheit darstellen, sondern ist auch ein Stück gelebter Naturschutz vor Ort.

Um die Streuobstwiesen zu erhalten, brauchen wir die Mithilfe der Grundstückseigentümer. Warum sollte ein Eigentümer sich dazu entscheiden sein Grundstück zu pflegen und zu bewirtschaften? Viele Eigentümer jedenfalls haben sich entschlossen dies nicht zu tun. Weil sie keinen Zeit haben oder es zu viel Arbeit ist. Es gibt sicher viele verschiedene Gründe warum die Streuobstwiesen nicht gepflegt werden. Der Heimatverein möchte mit der „Aktion Streuobstwiese“ die Eigentümer unterstützen. Mit einem einfachen Pflege- und Pachtvertrag übernimmt der Heimatverein folgende Aufgaben:

  • Inventarisierung der Bäume.
  • Pflegemaßnahmen am Baum.
  • Mäh- oder Mulcharbeiten.
  • Beseitigung von Astschnitt.
  • Verwertet das Obstes.

Der Eigentümer hilft somit ein Stück Kulturlandschaft zu retten, und der Heimatverein bekommt so die Möglichkeit eine Tradition in Hoch-Weisel zu bewahren. Ob es die Herstellung von Apfelmost und Apfelwein, das Trocknen von Zwetschgen und Äpfel oder das Einmachen und Einkochen ist. All diese traditionellen Verwertungsmöglichkeiten von Obst können gepflegt und erhalten werden. Dazu gehört auch das berümte Quetschehoink kochen.

Mit Hilfe des ersten Vorsitzenden vom Verein: „Haus und Grund Butzbach“, Herrn Hans-Peter Becker, wurde ein Pachtvertrag zur Pflege für Streuobstwiesen ausgearbeitet um Rechtssicherheit für Eigentümer und interessierte Nutzer zu erhalten.

Dieser Pachtvertrag können Sie als Mustervertrag hier Downloaden.

Verschiedene Aktivitäten rund um den Apfelbaum & Co. Werden zur Zeit geplant.